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  • katikgs

Die Belohnung macht die Leistung!

Immer wieder werde ich das Gleiche gefragt: „Man kann den Hund doch nicht nur mit Leckerchen vollstopfen?! Er muss doch auch mal so hören.“

Jetzt mal im Ernst, wer von euch geht arbeiten und macht Überstunden nur weil der Chef so nett ist? Wenn ihr euch mit Freunden verabredet habt und euer Chef anruft, dass er noch mehr Arbeit hat und ihr sicher bereit seid kostenlos dieses zu bearbeiten, sagt ihr dann den Abend mit euren Freunden ab?


Also Hand aufs Herz, warum soll euer Hund bei euch bleiben, wenn er so viele schöne andere Sachen machen könnte (z.B. jagen, mit anderen Hunden spielen, sich von Fußgängern kraulen lassen oder Unrat fressen)? Genau!!!!! Weil es sich für ihn lohnt.

In meinem Training wird der Hund nicht mit Leckerchen vollgestopft, aber er wird für seine Kooperation belohnt. Außerdem sollte die Belohnung angemessen sein.

Wenn wir ein neues Signal üben, dann macht es doch mehr Spaß, wenn es sich lohnt. Wenn er diese Übung aber schon richtig gut beherrscht und gerne macht, dann muss die Belohnung auch nicht mehr so hochwertig sein oder sie wird intermittierend eingesetzt, also nach dem Zufallsprinzip. Wenn ich von meinen Hunden erwarte das sie schnell zu mir kommen, obwohl sie gerade eine Wildspur verfolgen oder ein Artgenosse voraus ist und sie kommen, dann ist das eine großartige Leistung und wird auch großartig belohnt.

Wobei welche Belohnung welchen Stellenwert bei einem Hund hat entscheidet immer der Hund. So kann für den einen Hund das Stück Fleischwurst die Welt bedeuten, während der andere Hund eher für Käse töten würde. Ja, das ist nicht soooo gesund, aber wer von uns isst den keine Chips oder Schokolade, nur weil sie nicht gesund sind? Es soll ja nicht ausschließlich mit besonderen Sachen gefüttert werden.

Auch beim Mantrailen wird hochwertig belohnt. Natürlich macht die Suche dem Hund auch Spaß, aber er könnte genauso gut der Hasenspuren nachgehen oder das Mäuschen suchen. Warum soll er einen fremden Menschen suchen, wenn am Ende nicht der Jackpot wartet? Auch da entscheidet wieder der Hund was für ihn die richtige Belohnung ist.


Die meisten Hunde nehmen natürlich gerne hochwertiges Fresschen wie Hähnchenfleisch, Lunge oder Hühnerherzen, für manche Hunde ist aber auch ein Spiel die beste Belohnung. Fakt ist die Belohnung muss angemessen sein. Wenn der Hund jagen will, dann möchte er keinen trockenen Keks von mir. Dann will er jagen! Also warum biete ich ihm kein Jagdspiel mit mir an? Zum Beispiel Apportieren oder Futtersuche. Es spielt also auch durchaus eine Rolle, wie die Belohnung gereicht wird. Immer aus der Hand, oder mal über den Boden gerollt, oder in Laub geworfen macht schon einen Unterschied.


Ein weiteres Argument, welches ich oft höre: „Dann wird mein Hund zu dick.“ Ganz ehrlich, das liegt doch an euch! Wenn meine Hunde morgens ihr Frühstück bekommen haben, dann können Sie sich über den Tag Futter „dazuverdienen“. Und abends gibt es dann noch mal was in den Napf geschenkt. Wie viel es noch in den Napf gibt, entscheide doch ich. Habe ich ein Problemfellchen im Training das super gerne frisst, dann trainieren wir auch über Futter. Wenn er etwas zunimmt, dann kommt er nachher halt ein bisschen auf Diät.

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Kordula Zanger

Frau Kati Gierse-Schnabel hat mir mit ihrem individuellem Trainingsprogramm und auf eine sehr vertrauensvolle und kompetente Art und Weise vermittelt, wie ich mit meinem Labrador Matz stressfrei und wieder mit Spaß meine Gassirunden drehen kann; ohne dass Matz bei Jedem und Allem steil in die Leine geht und bellt. Durch Frau Kati Gierse-Schnabel habe ich erfahren können, wie mit viel Lob und positivem Zuspruch das Vertrauen und die Bindung zwischen meinem Hund und mir immer mehr gewachsen ist !

Vielen Dank, Kati.

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